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French novelist Honoré de Balzac is the most famous coffee addict in literature. He drank it constantly when he was writing, but first acquired the habit at school, where he was supplied, on credit, by the school concièrge. As coffee was then an expensive luxury, it was the cause of his first debt in a lifetime of debts.
It may also have contributed to his death.


From The Hutchinson Family Encyclopedia.
© Copyright Helicon Publishing Ltd 2000. All rights reserved.
Mc
Donald´s
für Kaffeetrinker
Balzac Coffee
Hamburg
Es gibt ja Menschen, die kommen sich ganz toll vor, wenn sie statt "Leistungsvergleich" "benchmarking" sagen oder "ranking". Solche schlichten Gemüter werden sich pudelwohl fühlen im "Balzac Coffee". Dort müssen sie dann zwar für ein belegtes Brötchen so zwischen drei und sieben Mark zahlen,und wenn sie ein kleines Stück Käsekuchen für 3,80 essen wollen, dann müssen sie für einen so günstigen Preis schon mit einem Plastiklöffel Vorlieb nehmen. Aber sie dürfen dafür auch zu einem großen Milchkaffee "grand Caffé Latte" sagen und zu einem schlichten Eiskaffee "Laccino". Und selbst wenn das Geld nür für eine simple Tasse Kaffee reicht, bestellen sie immer noch mit weltmännischer Geste einen "Housecoffee". Den dürfen sie sogar als Rohstoff mit nach Hause nehmen und zahlen dafür 9,95 - für´s HALBE Pfund wohlgemerkt.
Schwierig wird es nur, wenn sie zu der Gruppe von Menschen gehören, die eigentlich soziales Hausverbot haben, wenn sie also schon über dreißig sind. Dann geht das nur im Anzug, sorry, I mean in business suits. Am besten geht man zu zweit und telefoniert paarweise mit Funktelefon. Schön sind auch zimmerlaute Gespräche über "clearing points" und "scoring" oder "financing".
Aber zurück zum Eigentlichen, dem Kaffeetrinken. Die Getränke schmecken recht gut - sie haben den Standard, den man in Deutschland inzwischen in jedem Bahnhofs-Stehcafé erwartet.
Schön ist auch, dass man sich in kleine Pappbecher kaltes Leitungswasser - kostenlos ! - abfüllen kann. Eine Selbstverständlichkeit in jedem Kaffeehaus sonstwo auf der Welt, aber eben ungewöhnlich in einem Land, wo man hierfür sonst unterwürfig bitten muss und dafür zuweilen den Blick für Penner und Schmarotzer erhält.
Ansonsten aber macht "Balzac Coffee" aus dem schöne-Tasse-Kaffee-Trinken das, was McDonald´s aus dem Essengehen macht.
Wie schön, dass der gute Balzac wohl nicht mehr erfährt, was aus seinem guten Namen geworden ist.
Foto: Fattler