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| FilmTipps |
| Wie Feuer und Flamme Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, in der Tomaten zwar schön rot, rund und knackig aussahen, aber der Geschmack war pures Wasser und wenn man Pech hatte, Wasser mir irgendwas Chemischem drin. Und wie erleichtert man dann war, als die ersten Züchtungen wieder auf dem Markt waren, die auch wie Tomaten schmeckten ? Dann freut Euch auf eine neue Wiederentdeckung: Erinnert Ihr Euch noch wie es war, als Kinofilme noch nicht zusammengesetzt waren aus einer überschaubaren Kombination immer gleicher Szenen, immer gleicher Dialoge und zum Teil künstlich erzeugter Wesen und Kulissen ? Als man noch nicht einen Adrenalinschock nach dem anderen hatte, aber sich beim Rausgehen fragte: Was habe ich jetzt eigentlich gesehen, worum ging´s eigentlich, ach, ja: Bumm-Bumm-Bumms. Genau, langsam kommt Euch die Erinnerung, stimmt´s ? Das war die Zeit, als man aus dem Kino kam und glaubte, mit dem Ende des Filmes die gerade neu gewonnenen Freunde schon wieder verloren zu haben. Weil man mit ihnen gelebt hat, mit ihnen geliebt und getrauert, weil sie ECHT waren: echte Menschen, echte Schicksale, echte Handlungen, und eine Welt, die man irgendwie so ähnlich selbst kannte - oder sich zu kennen wünschte. Genau das ! Das ist "Wie Feuer und Flamme" ! Die Geschichte von zwei jungen Deutschen getrennt durch die Mauer, die sich trotzdem kriegen und wieder getrennt werden - nicht vom Ungeheuer McDoofy, sondern von einem politischen System, das es wirklich gegeben hat - hier bei uns und bis vor zwölf Jahren. Eigentlich gar nicht so lange her und trotzdem: Die ersten Erinnerungsschollen sind schon weggebrochen im eisigen Reklamemeer. In "Feuer und Flamme" kann man eine wunderschöne Liebesgeschichte genießen und dabei die Erinnerung zurückgewinnen an etwas, was Menschen trennte aus politischen Gründen. Und wenn man zu jung ist, um es selbst schon bewusst miterlebt zu haben, dann kann man es hier neu lernen - etwas das viel spannender ist als das Hollywood-Videogame, weil es ECHT ist. Und der Film bringt es authentisch rüber. Und ein bisschen macht er auch Hoffnung: Nicht nur Nina Ruge, sondern vielleicht auch alle, die sich nicht so schnell einpassen lassen in die Glitzerwelt, können sagen: "Alles wird gut !" |
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