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Tageszeitung gehören inzwischen auch leider oft zu den Image-Produkten. Es bilden sich Gemeinden und Zugehörigkeitswünsche, und gerade für jene, die gerne zu den "Bossen" zählen würden, ist das Angebot inzwischen ja fast unüberschaubar.
Und dann ist da noch die Gemeinde der "Anderen", denen schon irgendwie klar ist, dass sie in dieser Gesellschaft auch mit ein paar Aktien noch nicht zu den Bossen gehören können. In diesem Lager scheiden sich dann die Ex-Spontanen und gehen zur
taz von den Neu-Arrivierten, die gehen zur Süddeutschen. Wer aber zur FR geht, der muss schon etwas Mut haben. Da kommt dann schnell das Etikett "ewig gestrig", "miefig" und ähnliches drauf. Eine Orgie dieser Vorurteile war wieder schön zu lesen, als 2000 der neu gestaltete MAGAZIN-Teil kommentiert wurde.
Wer aber den Informationswert und die Hintergrundtiefe bewertet, der kommt an der FR nicht vorbei.
Keine andere bietet
soviel Sozialpolitisches,
soviel Kultur, die nicht modisch, sondern kritisch gesehen wird,
soviel Hintergrund
(am deutlichsten wird das in der täglichen Rubrik DOKUMENTATION : da erscheint die wichtige Berliner Rede des Bundespräsidenten schon morgens, eh er sie hält.)
und - spätestens seit der Neugestaltung des MAGAZINS
(immer samstags) -
soviel Spaß.

Während man andernorts um die originellste Wortspielerei kämpft und soziales Engagement immer mehr verspottet, da macht die FR sich weiter auf den Weg zum argumentativ unterbauten Standpunkt.

Die
Online-Version enthält alle Texte und auch ein kostenloses 14-Tage-Archiv. Für meine Lieblings-Rubrik DOKUMENTATION gibt es ein länger zurückreichendes Archiv.
www.FR-aktuell.de
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