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| "Design" ist in aller Munde. Nicht nur weil sich Friseure inzwischen hairdesigner nennen müssen. Sondern weil ganz allgemein der Siegeszug des Kommerz trotz Übersättigung stattfindet. Und da braucht es nun einmal das Verkaufsargument, dass nur der in sein kann, der noch hinterherkommt - der sich schnell wandelnden äußeren Gestaltung all der vielen bunten Produkte. Und so wollen nicht mehr nur immer mehr junge Leute ihr Geld am liebsten da verdienen, wo Lungenkrebs und Suchtgefahr vergessen gemacht werden durch schöne bunte Filmchen. Es erscheinen auch fast monatlich neue Zeitschriften, die sich mit der Gestaltung von Räumen und Produkten beschäftigen. Der redaktionelle Inhalt verhält sich dort in der Regel wie 1 : 3 zum Platz für die Großanzeigen. Und oft ist auch der redaktionelle Teil selbst nurmehr kaum verhüllte Anpreisung der aktuellen Sponsoren. |
| Die Zeitschrift designreport ähnelt diesen Broschürenblättern nur dem Namen nach. Und weil man nicht mehr vermutet, dass ein Name seine Sache heute noch ernsthaft bezeichnen will. Aber der designreport ist genau das: ein Periodikum, das über das ganze Spektrum des Designs berichtet - vom grafischen Design bis zur Innenarchitektur, vom Produktdesign bis zum Messebau, vom Webdesign bis zur Möbelgestaltung. Und es geht um Trends in Gestaltung und Gesellschaft, an den Hochschulen, in den Büros, und vor allem auch bei den Nutzern (eine Verbindung, ohne die das Design ja nicht funktioniert). |
| Und weil das Ganze also inhaltlich orientiert ist - und also (konstruktiv) kritisch, bleibt die Zeitschrift wohltuend reklamearm - ohne deshalb mehr zu kosten als die abonnierbaren Warenhauskataloge von livingathome bis Schöner Wohnen. Und weil es um die Inhalte geht, gibt es auch einen ausgiebigen Serviceteil: mit Fachbuchrezensionen und Veranstaltungskalender, mit Werkstattberichten, Wettbewerbshinweisen und fachlicher Stellenbörse. Und die umfassende Internetpräsenz bietet ein ebenso umfassendes Archiv. Herausgegeben wurde das Magazin übrigens ursprünglich vom deutschen Rat für Formgebung, eine Tatsache, die ich im aktuellen Impressum nicht mehr finde. Die Qualität aber ist gleich geblieben. |
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