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Restaurants
Schwerin
Reisen & Speisen
Nahöstliche Küche
Fotos: Kohn
Ich glaube, dass Glücksgefühl, in unserem beschaulichen Schwerin endlich arabische Spezialitäten essen zu können - dieses Glück würde mich auch einen mittelmäßigen Koch preisen lassen. Aber das ist nicht nötig: das Glück ist ein doppeltes. Die Speisen, die man in diesem arabischen Schnellrestaurant in der Puschkinstraße, gleich gegenüber des Cafe Prag, bekommt, sind auch für den, der hier vergleichen kann, ganz oben in der Qualitätsskala anzusiedeln. Auch wenn es ein Schnellrestaurant ist: Hier kommt nichts aus der Dose. Selbst die wirklich hervorragenden Falafel werden erst geformt, wenn sie bestellt wurden. Sie sind also absolut frisch, und sie schmecken hervorragend.
Man kann sie im arabischen Brot haben  - für sehr günstige 2,50 € -  oder auf dem Falafel-Teller, der jedem großen Restaurant alle Ehre machen würde. Denn er ist nicht nur optisch ansprechend zubereitet, er bietet vor allem auch die sehr aromatischen Pasten - Hummus und Babagnousch. Außerdem gibt es das arabische Schawarma (Meine fleischessenden Freunde berichten auch hier nur Gutes.), fritiertes Gemüse, Taboule, diverse Salate, Kardamom-Tee umsonst und das Ende oder doch zumindest die Pause für jede Reduktionsdiät: eine Auswahl herrlicher Pistazien-, Dattel- und Feigenkuchen - klein in der Erscheinung, gehaltvoll aber wie ein ausgewachsenes Stück Torte. Aber auch sie sind die Sünde absolut wert - und können natürlich wie alle Speisen auch mit nach Hause genommen werden. Da sie sehr konzentriert sind, eben auch bei den Zutaten, sind sie, wie immer, nicht billiig. 1,- und 1,50 € kostet das Stück. Insgesamt aber liegen die Preise im orientalischen Imbiss sehr günstig. Und das Preisniveau wird noch zusätzlich durch ein sehr generöses Rabattsystem gesenkt: Wer fünfmal isst, bleibt schon beim sechsten Mal ohne Kosten. Das heißt also, die Preise sinken um knapp 17 Prozent, und die Falafel für die Hand kosten nicht nur 2,50, sondern 2,08 €. Aber die Preise spielen hier wirklich nicht die Hauptrolle, und die Treue zum Haus wird sich auch wegen des Genusses einstellen. Das zeichnet sich zum Glück auch schon nach wenigen Öffnungswochen ab: Hatte der vorher hier residierende meditterane Imbiss, der doch nur ein klassischer Döner zu hohen Preisen war, eher wenig Zuspruch, so trifft man jetzt immer auf zufriedene Mitesser. Sie kommen aus der in Schwerin nicht ganz so häufigen selbstdenkenden Jugendszene und aus den Geschäfts- und Verwaltungsbüros der Nachbarschaft. Und so sehe ich einer dauerhaften Beziehung zum Orientalischen Imbiss entgegen und vielen, vielen kostenlosen Treuemahlen.